Saturday, September 24, 2005

Schönes Wetter

Heute war in Greifswald ausnahmsweise mal gutes Wetter – und das nach dem offiziellen Herbstanfang. Unglaublich. Normalerweise regnet es ab Mitte September durchgängig und die Sonne lässt sich so gut wie gar nicht mehr blicken. Es war schon fast unmöglich warm. Also haben Annelie, Anne und ich uns auch draußen hingesetzt, um Norwegisch zu lernen. Ging besser als erwartet. Haben uns gegenseitig Auszüge aus Jostein Gaarders „Appelsinpiken“ (dt. Das Apfelsinenmädchen“) vorgelesen und dann übersetzt, weil wir das in der mündlichen Prüfung auch machen müssen. Morgen werden wir mal sehen, wie gut wir beim freien Erzählen sind.

Mit Katja war ich danach noch am Meer in Eldena, um das Wetter weiter auszunutzen, wir sind ne ganz gute Strecke spazieren gegangen. Es ist so ätzend, dass ich mit meinen Knien nicht mehr joggen gehen kann, aber im Moment spüre ich sie schon, wenn ich länger Rad fahre. Vielleicht sollte ich sie mir doch mal operieren lassen, aber dafür müsste man erstmal die Zeit finden.

Greifswalder Kulturnacht

Lacht nicht, auch im tiefen Osten gibt es so was wie Kultur, auch wenn man es nicht erwarten sollte. Also haben Katja und ich und abends um 6 auf den Weg gemacht, diese Kultur auch zu entdecken. In der Stadt war – trotz der noch fehlenden Studenten – ne ganze Menge los. Zunächst haben wir und den botanischen Garten bei Nacht angeguckt, besser gesagt die Gewächshäuser. Die hatten da überall Teelichter in die Beete gestellt, gab eine schöne Stimmung, war aber meiner Meinung nach nicht ganz ungefährlich. Die Gärten sind echt schön und man sollte vielleicht wirklich noch ml tagsüber hingehen. Danach wollten wir noch zu einem Barockkonzert in einer der Kirchen hier, das war aber leider schon vorbei. Also haben wir uns dann an die Bühne auf dem Marktplatz gestellt, wo wir beide glaube ich unter den Zuschauern die einzigen waren, die noch nicht hackevoll waren. Das Programm war ganz lustig, zunächst irgendeine Band, deren Sängerin allerdings grandios an Whitney Houston scheiterte, dann eine halbnackte Frau, die mit Feuer herumjonglierte (wie ihr euch denken könnt, waren die Männer im Publikum begeistert) Dann kam der Höhepunkt des ganzen Abends: die Lasershow. Erstmal stand man allerdings minutenlang in wabernden Massen on stinkendem Trockeneis. Die Show an sich war ganz lustig, wenn auch vielleicht etwas melodramatisch von der Musikuntermalung. Danach war dann auch Schluss und auch Zeit nach Hause zu fahren.

Ich habe immer noch 2 Prüfungen vor mir und bin soo froh, wenn ich im Oktober endlich ein paar Tage frei habe.

Wednesday, September 21, 2005

Bestanden

Allen Danke fürs Daumendrücken - es hat was genützt. Habe meien Abschlussprüfung in Powi mit 1,7 bestanden, kann ich ja mit zufrieden sein. Hätte allerdings besser sein können, wenn der Prof mich nicht nach Zeug gefragt hätte, dass ich vor 2 Jahren mal in nem Seminar hatte und von dem ich natürlich keine Ahnung mehr hatte. Habe mir also irgendwas zusammengestottert. um Glück war es dann auch schon vorbei udn die gute Katja hat mich abgeholt und wir konnten Cafe trinken gehen. Jetzt muss ich tatsächlich nur noch meine BA-Arbeit schreiben (für die ich allerdings noch nicht mal ein Thema habe, wer eine Idee hat, immer her damit) udn dann bin ich fertig. -- und natürlich die Kleinigkeit, dass ich Skandinavistik noc abschließen muss, was im Moment nicht an meiner absoluten Unfähigeit, ein Gedicht u analysieren zu scheitern droht, sondern an meinem absolut verschusselten Prof, der einfach mal so mit unbekanntem Ziel in Urlaub verschwindet, ohne eine Klausur zu hinterlassen, die wir schreiben könnten. Auf e-Mails antwortet er laut dem anderen Prof nie. Grrrrr! Es ist ja nicht so, dass ich die Klausur brauchen würde, und der andere Literaturprof hat keine Ahnung, was wir gemacht haben und kann uns die Klausur jetzt auch nicht stellen. Er wird sich aber mal erkundigen, was jetzt passiert. ich könnte wahnsinnig werden. Werde euch auf dem Laufenden halten, wie es weitergeht.

Saturday, September 17, 2005

Update

Hallo ihr Lieben,

ja, ich lebe auch noch, habe aber noch immer Prüfungspanik, mittlerweile geht es allerdings. Kann es trotzdem kaum erwarten, bis ich es endlich hinter mir habe. War am Freitag doch noch mal in der Bibliothek, um mir ein bisschen Sekundärliteratur auszuleihen und bin auch fündig geworden. Da konnte ich noch mal ein paar Dinge klären, die ich bis jetzt noch nicht verstanden hatte. Wenn ich jetzt nur noch wüsste, was mich der Prof fragen wird und ob er sich auf mein Spezialthema beschränkt oder von mir alles Wissen der letzten 2 Jahre ausgespuckt haben will. Gaaah, ich hasse Prüfungen, vor allem mündliche, warum kann ich nicht einfach ne Klausur schreiben?

Das Wetter spielt hier mal wieder verrückt, gestern hat es den ganzen Tag geregnet, und ich bin natürlich patschnass geworden. Herbst in Greifswald eben ich sollte mich dran gewöhnen. Als Ablenkung gehe ich im Moment – wie spannend – dauernd irgendwelche Kleinigkeiten einkaufen, damit ich hier drinnen nicht vollkommen verrückt werde. Habe dabei entdeckt, dass Netto jetzt auch Bagels hat, echt billig und echt gut und dann getoastet und mit massig Philadelphia – da kommen wieder USA Erinnerungen hoch. Auch, weil ich noch Oreo Cookies habe, die besten Kekse der Welt, meiner Meinung nach, ich weiß echt nicht, warum es die noch nicht in Deutschland gibt. Echte Marktlücke. Brownies muss ich auch mal wieder backen.

Meldet euch mal wieder, Mails sind immer ne gute Ablenkung vom Lernen.

Sarah

Wednesday, September 14, 2005

Bücherecke

So, da jetzt eigentlich wieder das langweilige Studentenleben einkehrt, werde ich euch ab jetzt an meiner Lesewut teilhaben lassen und euch die Bücher vorstellen, die ich so lese. Dürfte, wenn ich Zeit habe, so eins in der Woche werden. Vielleicht kann ich ja jemanden mit meiner Lesewut anstecken.

Michael Crichton: State of Fear (dt. Welt in Angst)

Das Buch wollte ich mir schon länger kaufen, weil ich eigentlich alles von Crichton verschlinge und hab es mir dann für die Zugfahrt zurück nach Greifswald zugelegt. Eigentlich hatte ich keine richtige Ahnung, worum es ging, ich hatte nur immer wieder gehört, dass es was mit Tsunamis zu tun haben sollte. Ich muss sagen, die ersten hundert Seiten waren ziemlich verwirrend: es tauchten dutzende verschiedene Personen auf, von denen man nie s genau weiß, welche Rolle sie spielen, es braucht ein bisschen Zeit, bis man die Protagonisten herausgesammelt hat und einordnen kann. Von Tsunamis aber noch immer weit und breit keine Spur, die Handlung plätschert so vor sich hin, man hat keine Ahnung, wohin Crichton eigentlich will: Ein Millionär, der eine Umweltschutzorganisation unterstützt, sein Anwalt, der allmählich Zweifel bekommt, ob das mit der globalen Erderwärmung nicht vielleicht doch übertrieben ist und ein seltsamer Wissenschaftler, der für die Regierung arbeitet. Die Handlung bekommt zwar im 2. Teil deutlich mehr Schwung, aber an Crichtons Klassiker wie Jurassic Parc oder Airframe kommt das Buch trotzdem nicht heran. Das Hauptthema, der Plan einer radikalen Umweltschutzorganisation, die Welt durch künstlich ausgelöste Naturkatastrophen (darunter ein Tsunami) aufzurütteln und zu Umweltschutzmaßnahmen u zwingen, scheint mehr der Vorwand zu sein, den Leser mit Statistiken und wissenschaftlichen Forschungen, die allesamt die globale Erderwärmung widerlegen, zu bombardieren. Das Buch strotzt nur so vor Tabellen und der Anhang mit wiss. Literatur ist fast 40 Seiten lang. Das Buch ist nicht schlecht, und auf den letzten 150 Seiten sicher spannend, hätte aber, ohne dass an der Handlung viel gefehlt hätte, um gut 200 Seite gekürzt werden können.

Sie haben Post

Heute kam endlich mein „Care Paket“ aus dem Westen an (das ich mir ja selbst gepackt habe, aber das nur nebenbei) und der nette DHL Mensch at es mir sogar in den 4. Stock geschleppt. Jaja, manchmal hat es doch seine Vorteile eine arme schwache Frau zu sein. Also habe ich mir erstmal eine kleine Pause vom Lernen gegönnt und habe ausgepackt, ist doch jedes Mal wieder wie Weihnachten. Jetzt stapeln sich also 15 Kilo Schokolade in meinem Zimmer, mal sehen, wie lange ich brauche um die alle aufzufressen. Es werden sich schon Abnehmer finden, denke ich. Ansonsten war ich sehr überrascht, dass es sowohl meine 12. Starbuckstasse (United Kingdom) und meine neue Teekanne heil bis hierher geschafft haben, vor allem, weil das Paket von außen doch leicht ramponiert aussah. Starbuckstassen dürft ihr mir, wenn ihr in Urlaub fahrt, übrigens alle fleißig mitbringen, bei den Dingern hat mich die Sammelwut gepackt.

Tuesday, September 13, 2005

Lernstress

Hallo ihrs,

wollte mich nur mal kurz meden und euch wissen lassen, dass ich hier oben im wilden Osten noch lebe, ich bin nur total im Lernstress und vor allem gerade in der "oh Gott, oh Gott, ich schaffe das nie, ich habe viel zu spät angefangen zu lernen udn überhaupt bin ich zu doof zum Studieren!" Phase udn versuche da gerade wieder rauszukommen. In dem einen Moment hab ich das Gefühl, eigentlich alles zu wissen, im nächsten raffe ich panisch die Bücher an mich und verssuche zu lernen. Gaah! Dazu scheint hier noch Sonne, so dass ich auch nicht sonderlich motiviert bin, drinnen am Schreibtisch zu hocken.

Aber hier mal für alle, dennen es genauso geht, ein paar Tipps zur Prüfungsvorbereitung aus unserer Abizeitung:

15 Tipps für die erfolgreiche Prüfungsvorbereitung

1. Nimm jede Prüfung dreimal so wichtig, wie sie ist! Man muss sich hohe Ziele stecken, wenn man Erfolg haben will.

2. Träume immer davon, dass du die Prüfung als Bester bestehst! (Besonders in den letzten drei Nächten vor dem Prüfungstermin)

MERKSATZ: KANNST DU NICHT DER BESTE SEIN, GRAB AM BESTEN GLEICH DICH EIN!

3. Erzähle allen Kollegen und Freunden ausführlich von deiner bevorstehenden Prüfung. Diese Leute haben ein Recht auf dein Seelenleben.

4. Glaube nur denen, die dir erzählen, wie furchtbar schwer die Prüfung ist. Die anderen wollen nur, dass du durchfällst; sie selber büffeln wie die Irren, damit sie über dich triumphieren können.

MERKSATZ: GLAUB KEINEM UNTER NEUNZIG!

5. Erzähle allen, dass du es doch nicht schaffst, und glaube vor allem selbst daran.

6. Mindestens sechs Wochen vor der Prüfung musst du beginnen, mit einer leidenden Miene herumzulaufen. Schließlich muss man mit der Vorbereitung rechtzeitig beginnen. (Das Üben der Miene am besten vor einem Spiegel; Publikum ist dabei nicht unangebracht).

7. Schiebe das richtige Lernen möglichst lange hinaus. Drei Tage vorher ist auch noch Zeit.

MERKSATZ: WER ZU FRÜH LERNT DER VERGISST DIE GESCHICHTE!

8. Erhöhe den Tabak- und Kaffeekonsum kontinuierlich bis zum Prüfungstag. (Mindestmengen sind nach wissenschaftlichen Erfahrungen 47,3 Zigaretten à 3,5 mg Nikotin und 10 Tassen Espresso täglich)

MERKSATZ: NIKOTIN UND COFFEIN RAFFEN NUR DIE SCHWACHEN HIN!

9. Psychopharmaka (besonders Beruhigungstabletten) dürfen bei der Prüfungsvorbereitung nicht fehlen. (Die Wirkung kann bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol wesentlich gesteigert werden).

MERKSATZ: DREI TABLETTEN VALIUM HAUEN KEINEN PRÜFLING UM!

10. Verändere unmittelbar vor der Prüfung den gesamten Tagesrhythmus - lerne bis Mitternacht, wenn du üblicherweise schon um zehn ins Bett gehst.

MERKSATZ: LERNE NUR NACH MITTERNACHT, WENN DER MOND INS ZIMMER LACHT!

11. Lass dir von deinen Mitmenschen so oft als irgend möglich bestätigen, wie bedauernswert und schrecklich deine Lage ist.

12. Genieße die sich langsam aufbauende Spannung und lasse dich durch nichts davon ablenken. (Nach neuesten Forschungen ist ein Verhältnis von 50 Minuten Zittern und 10 Minuten Lernen optimal).

13. Bei Prüfungen trifft man sich mindestens zwei Stunden vorher mit seinen Kollegen in der Cafeteria. So erfährt man noch rechtzeitig von seinen Lücken.

14. Besorge dir rechtzeitig ein Foto des Prüfers und hänge es über deinem Arbeitsplatz auf. (Automatenfotos sind für diesen Zweck besonders geeignet).

MERKSATZ: IST DER PRÜFER AUCH NICHT SCHÖN, MUSST DU IHM DOCH INS AUGE SEHN!

15. Denke vor Prüfungen immer an solche Examinationen, bei denen du durchgefallen bist.
Aus Erfahrungen kann man immer lernen.

Sunday, September 11, 2005

9/11

Tja, und schon wieder ist der 11. September, und heute ist es das erste Mal, dass ich den Tag nicht heulend vor dem Fernseher verbringe, da sich die liebe Katja mit mir getroffen hat und wir den ganzen Tag nur gequatscht und geredet haben und ich keine Zeit zum Nachdenken hatte. Jetzt bin ich wieder zu Hause und werde mir wohl doch die ein oder andere Doku auf CNN angucken, so ganz ohen geht es dann doch nicht, aber es ist nicht mehr so schlimm wie die letzten Jahre. Trotzdem wird das immer ein ganz besonderer Tag für mich bleiben, udn schwarz trage ich immer noch, auch wenn meine Eltern das nicht verstehen können. Heute vor vier Jahren hat sich meine Welt verändert, und das nicht unbedingt zum Besseren. Meine Mutter sagt, an dem Tag bin ich erwachsen geworden, aber auf diese Art, erwachsen zu werden, hätte ich verzichten können. Dafür mussten (natürlich mit vielen anderen, die auch Angehörige verloren haben) drei Kinder, die ich gut kannte, ihren Vater verlieren.
Naja, genug geschwafelt, ich muss lernen.

Sarah

Saturday, September 10, 2005

Wieder in HGW

Jetzt hat mich der Osten also wieder. Seit heute Abend um 6 lebe ich wieder im Ghetto – es steht noch. Die Anfahrt mit der Deutschen Bahn war natürlich wieder etwas abenteuerlich. Der erste Zug war zwar noch pünktlich, aber der ICE in Hannover hatte dann schon 20 Minuten Verspätung, sehr praktisch, wenn man bedenkt, dass ich in Berlin nur 10 Minuten zum Umsteigen hatte. Aber immerhin hatte die Deutsche Bahn anscheinend eine neue Charmeoffensive gestartet und verteilet am Bahnsteig „als kleine Entschädigung“ für die Fahrgäste Mini Magnums. Da sage ich doch nicht nein. Aus den 20 Minuten waren dann in Berlin 12 geworden und die netten Zugbegleiter hatten mir schon gesagt, dass ich den Anschlusszug nicht mehr bekommen würde – toll eine Stunde Aufenthalt am Berliner Ostbahnhof. Eine Minute, bevor der Zug dann hielt, kam die gutgelaunte Durchsage: „Ach, da steht er ja noch.“ Gaah, wenn die eine Hand wüsste, was die andere tut, wäre die deutsche Bahn sehr viel effizienter. Also mit dem ganzen Gepäck über den Bahnsteig, rein in den zum Glück nicht vollen Zug nach Greifswald. Das war genau so lange angenehm, bis wir an Bernau vorbeiführen, wo eine Müllkippe brannte – riecht sehr lecker und zog natürlich durch alle Ritzen in den Zug. Na ja, aber ich habe es ja überlebt.

Sarah

PS: Update zu den letzten Tagen gibt es später, ich kann im Moment nicht tippen, weil ich ein entzündetes Nagelbett habe.

Tuesday, September 06, 2005

K3 - Die Spice Girls auf belgisch

Da ich mich gerade langweile, bekommt ihr jetzt noch eine Lektion in Sachen belgischer (Un-)Kultur, die ich danke Charlotte kennen gelernt habe. (jetzt fangn die schon an, sich die 4-jährigen einzufangen, früher fing das was später an, oder irre ich mich da gewaltig?)

K3 ist eine belgische Mädchenband, allerdings eine von der Barbiepuppengenerazion, absoult künstlich und nix echt Sorte - dementsrechend ist auch die Musik: kaugumisüß und nach dem ersten Mal hören nicht mehr zu ertragen. Die Kids könenn allerdings alle Songs mitsingen. Macht allerdings beim Putzen sehr gute Laune, habe ich festgestellt. Also probierts mal aus die Webseite hat Hörproben. Ist zwar auf Holländisch, aber da das ja nur wie schlechtes Deutsch ist, eigentlich zu verstehen. Mein Lieblingslied ist ja immer noch "Leonardo". Hier mal der Text auf Holländisch. Und das wird auf Konzerten dann von einem Haufen 4-7-jähriger gekreischt. Echt lustig. Bei Bedarf nach mehr stelle ich natürlich gerne meine CD zur Verfügung.

Sarah

Ein paar Fotos

So, ich habe es jetzt endlich geschafft, die restlichen Fotos mal auf meinen Laptop zu laden, also bekommt ihr jetzt noch ein paar Impressionen aus Belgien:

Charlotte bei einem unseren ungezählten Ausflüge in den Park zum Entenfüttern. Allerdings ist sie auf dem Bild uncharakteristisch weit vom See entfernt, dessen Wasser ungefähr die Konsistenz einer Kloake hat. Sonst hat sie Ansgt vorm Wassr, und sei es noch so sauber, aber da steht sie so nah dran, dass man sie fast nur noch am Schlawittchen halten muss, damit sie nicht reinfällt. Grrr. Der Park ist jedenfalls auch sonst wunderschön, wie ihr auf dem anderen Bild sehen könnt.






Charlotte in ihrer Sandbox, in der sie bei gutem Wetter jede freie Minute verbracht hatten, natürlich bevorzugt beim Backen von Sandkuchen (die ich essen musste - von Delphine hielt man se lieber fern die aß sie nämlich wirklich) udn beim Schösser bauen für die Prinzessin (sprich: sie) Da Delphines bevorzugte Tätigkeit im Sandkasten allerdings Schlösser zerstören war, musst eman immer schnell ein Foto machen, damit Charlotte nicht anfing zu brüllen.


Weiter im Text: Delphine bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: essen. Allerdings ist es schon die Ausnahme, das sie ihre Flasche trinkt, ilch ist ja langweilig, Cornflakes oder Toast sind ja viiiel besser - und Spareribs erst. Leider habe ich kein Fotto, auf dem sie sich an einem von den Dingern gütlich tut, es ist eifach zum totlachen. Es ist kein Wunder, dass das Mädel so fett ist: sie ist dreii Jare jünger als ihre Schwester, aber nur 3 Kilo leichter. Nicht normal, oder?


So, mehr dann später, muss jetzt wirklich lernen

Sarah

Wohnst du noch oder lebst du schon?

Eigentlich war das Blog ja für Belgien, aber ich führe es trotzdem noch ein bisschen weiter, vielleicht interessiert es ja jemanden. (wenn ja, meldet euch mal, ich habe so das Gefühl, keiner liest meine literarischen Ergüsse)

Heute waren wir mal wieder bei meinem Lieblingsladen: IKEA. Meine Schwester brauchte Möbel für ihre neue Wohnung in Landau und da hab ich natürlich die Gelegenheit genutzt, um mitzugehen. Ich hätte mich mal wieder totkaufen können, warum kann ich nicht mindestens drei Wohnungen einrichten?? Ich habe mich aber sehr zurückgehalten, habe nur neue Kerzen und ein paar Handtücher gekauft. Mein armes Schwesterchen war allerdings schon etwas schockiert, als sie den Preis für ihr Zeug gesehen hat, und dabei hat sie noch nicht mal alles eingekauft. Tja, Umzug ist teuer.
Danach war natürlich noch lecker HotDog fällig und dann ging es wieder nach Hause.

Jetzt habe ich gerade eine Riesenumzugskiste gepackt, die ich mit der Post nach Greifswald schicken muss, da ich absolut nicht all das Zeug, was jetzt hier rumfliegt, in den Koffer bekomme und außerdem keine Lust habe, es alles durch volle Züge zu schleppen. Das Teil ist jetzt superschwer, aber gut, ich mus es ja nicht tragen.

So, und jetzt muss ich lernen, melde mich bald wieder

Sarah

PS: Ich habe zum ersten Mal einige der Namen des Zeugs bei IKEA verstanden, obwohl es ja Schwedisch ist. Und es ergibt sogar Sinn (gut, manchmal): Geschenkpapier, das Önska = wünschen heisst, ein Stuhl Snilla = nett. Also ist der Norwegischunterricht vielleicht doch nicht ganz umsonst. Grins.

Monday, September 05, 2005

Die deutsche Telekom und ich...

... eine endlose Geschichte. Seit drei Jahren habe ich jetzt einen Telefonanschluss und ich weiss nicht, wie viele Stunden ich in dieser Zeit ich schon in der Warteschleife der Kundenhotline dieses Vereins verbracht habe: Rechnungen, die nicht auftauchen, Rechnungen, die doppelt auftauchen, Posten auf der Rechnung, die sich niemand erklären kann etc. etc. Jetzt also wieder: obwohl ich meine Rechnungen online krieg, hatte ich auf einmal ein Papierrechnung über 2,88 im Briefkasten, für einen Onlinetarif der Telekom. Hatte ich nicht, brauche ich nicht und hatte ich auch nie bestellt. Also mal wieder ran ans Telefon.
Der erste Anruf: "Ja, kann ich mir auch nicht erklären, wie das auf ihre Rechnung kommt. Ich kann aber im Moment leider auch nicht nachgucken, da unsere Rechner abgestürzt sind. Rufen sie bitte später noch mal an." Grrrrr. Aber gut, man ist ja Menschenfreund. Also nachmittags nochmal, nach 5 Minuten Wartezeit in der Warteschleife hatte ich eine nette Mitarbeiterin an der Strippe:
"Ja klar, gar kein Problem, wir canceln das, es entstehen Ihnen keine Kosten."
"Und wie ist das überhaupt auf meine Rechnung gekommen?"
"Tja, das kann ich Ihnen jetzt auch nicht erklären."
"Das heißt, das kann jederzeit wieder passieren?"
"Ja, aber ist doch kein Problem, Sie rufen dann an und wir canceln das."
"Danke, keine weiteren Fragen."
Ich verstehe diesen Betrieb einfach nicht. Bin mal gespannt, wann ich mich das nächste Mal mit den Leuten herumärgern muss. Vielleicht sollte ich die Call-Center Mitarbeiter allmählich duzen.

Sarah

Sunday, September 04, 2005

Wieder zu Hause

So, jetzt bin ich den ersten ganzen Tag wieder zu Hause bei meinen Eltern, was immer "zu Hause" auch heißen mag. Schon komisch, wenn man keinen fixen Punkt hatm den man sein Zuhause nennen kann, sondenr überall nur auf der Durchreise ist: Greifswald ist ja auch nur eine Station, auch wenn ich dort jetzt mein drittes Jahr beginne. Kinder wie die Zeit vergeht. Aber bleiben werde ich dort nicht können, dafür bin ich zu unruhig. Wenn ich mir vorstelle, mein ganzes Leben an einem Ort verbringen zu müssen, werde ich wahnsinnig. Ich habe eben ein "restless spirit", wie meine Gastoma in Amerika immer zu sagen pflegte.

Aber gunug der Philosophiererei. Ich hatte einen tiotal schöenne und zugleich traurigen abschied. Wir haben abends supertoll mexikanisch gegessne udn noch bis in die Nacht gequatscht. Am Nächsten morgen gab es dann ein leckeres Frühstück mit Croissants und allem drum und dran, bis es dann Zeit war zum Bahnhof zu fahren. Meine Gastmum und Charlotte haben mich gebracht udn ich hätte fast geheult, als der Zug abgefahren ist.

Sarah

Friday, September 02, 2005

Letzter Tag in Brüssel

Mein letzter Tag ist also fast zu Ende und ich bin schon ein wenig depri - ich hatte hier eine so tolle Zeit, auch wenn es zwischendurch mal anstrengend und nervenaufreiebend war. Heute morgen war ich nochmal in der Stadt um mir nochmal alles anzusehen udn außerdem mein ticket für den Thalys abzuholen. Habe es sogar geschafft, der Dame am Schalter zu erklären, dass ich gerne auf 1. Klasse upgraden würde (bezahlt von meinen Hosties - danke!). So habe ich jetzt einen Riesenplatz udn außerdem ein kleines Mittagessen, so lässt es sich doch leben. Und das alles für 90 Minuten, bis ich in Aachen bin. Dann war ich nochmal auf der Rue Neuve, shoppen, habe aber nichts mehr gekauft. Nach einer letzten brüsseler Waffel ging es dann aber auch wieder nach Hause.

Jetzt sitze ich gerade mal wieder vor dem Fernsheer und gucke CNN. Ich glaube, niemand kann sich im Moment wirklich vorstellen, was in New Orleans vor sich geht, das ist einfach unbeschreiblich. Ich nutze auch fleissig die Gratisvideos im Internet, weil ich da die US Edition sehen kann, und wenn sogar deren Reporter, die ich in meiner Zeit da drüben als ziemlich abgebrüht kennen gelernt habe, vor laufender Kamera zu heulen, dann kann es nur katastrophal sein. Ich wünsche manchmal, ich hätte doch Medizin studiert, so dass ich jetzt da rüberfliegen und helfen könnte, statt hilflos hier herumzusitzen. Ich fühle mich ein bisschen wie nach dem 11. September - einfach absolut hilflos. Man glaubt immer noch nicht, dass die Bilder, die man sieht, wirklich aus Amerika kommen und nicht aus irgendeinem heruntergewirtschafteten Land in Afrika.

Sarah

Thursday, September 01, 2005

Erster Schultag

Oh mein Gott. Die Leute hier sind echt verrückt geworden. Heute war der erste Schultag in ganz Belgien und ich bin mit Mireille und Charlotte zur Schule gefahren, damit ich heute abend weiß, wo ich sie abholen muss. Es war das Chaos: hunderte von Eltern und dazu noch mehr heulende, schreiende oder auch spielende Kinder. Anstatt die älteren Kinder einfach an der Tür abzugeben und es gut sein zu lassen, werden alle bis zur letzten Sekunde an der Hand gehalten, bis alle vollkommen hysterisch sind und nicht von den Eltern weg wollen. Schulbusse gibt es nicht, alle Kinder werden von ihren Eltern gebracht, entsprechend ist das Verkehrschaos. Ich bin echt gespannt, wie das heute abend wird. Da ich kein Auto habe, werde ich Charlotte mit der Tram abholen, der Parkplatzsuch entkomme ich also schon mal, aber wie ich das Mädel in dem Sturm aus Kindern finden soll, ist mir noch schleierhaft. Na, wir werden sehen.