
Das Buch wollte ich mir schon länger kaufen, weil ich eigentlich alles von Crichton verschlinge und hab es mir dann für die Zugfahrt zurück nach Greifswald zugelegt. Eigentlich hatte ich keine richtige Ahnung, worum es ging, ich hatte nur immer wieder gehört, dass es was mit Tsunamis zu tun haben sollte. Ich muss sagen, die ersten hundert Seiten waren ziemlich verwirrend: es tauchten dutzende verschiedene Personen auf, von denen man nie s genau weiß, welche Rolle sie spielen, es braucht ein bisschen Zeit, bis man die Protagonisten herausgesammelt hat und einordnen kann. Von Tsunamis aber noch immer weit und breit keine Spur, die Handlung plätschert so vor sich hin, man hat keine Ahnung, wohin Crichton eigentlich will: Ein Millionär, der eine Umweltschutzorganisation unterstützt, sein Anwalt, der allmählich Zweifel bekommt, ob das mit der globalen Erderwärmung nicht vielleicht doch übertrieben ist und ein seltsamer Wissenschaftler, der für die Regierung arbeitet. Die Handlung bekommt zwar im 2. Teil deutlich mehr Schwung, aber an Crichtons Klassiker wie Jurassic Parc oder Airframe kommt das Buch trotzdem nicht heran. Das Hauptthema, der Plan einer radikalen Umweltschutzorganisation, die Welt durch künstlich ausgelöste Naturkatastrophen (darunter ein Tsunami) aufzurütteln und zu Umweltschutzmaßnahmen u zwingen, scheint mehr der Vorwand zu sein, den Leser mit Statistiken und wissenschaftlichen Forschungen, die allesamt die globale Erderwärmung widerlegen, zu bombardieren. Das Buch strotzt nur so vor Tabellen und der Anhang mit wiss. Literatur ist fast 40 Seiten lang. Das Buch ist nicht schlecht, und auf den letzten 150 Seiten sicher spannend, hätte aber, ohne dass an der Handlung viel gefehlt hätte, um gut 200 Seite gekürzt werden können.
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