Saturday, November 12, 2005

Ersti-Woche

In meiner grenzenlosen Menschenfreundlichkeit und Güte habe ich mich, obwohl ich natürlich eigentlich gar keine Zeit hatte, als Tutor für die lieben Erstis zur Verfügung gestellt. War sehr lustig, vor allem angesichts der Massen, die diesmal über die EMAU hereinbrachen (womit natürlich niemand gerechnet hat – jaja, es ist ja auch nicht so, dass sie Studentenzahlen seit Jahren kontinuierlich steigen). Wir in der Powi hatten noch verhältnismäßig Glück, da es ja einen NC gibt, mit 60 Erstis kann man ja fertig werden, aber in der Germanistik drängeln sich über 400 und wie die Skandi es schafft 180 Leute auf drei Sprachkurse aufzuteilen, so dass noch sinnvoller Unterricht möglich ist, ist mir heute noch schleierhaft. Wie auch immer, am Montag den 10. Oktober standen wir also alle in tollen knallgelben Tutoren T-Shirts in der Mensa, um die Erstis zu empfangen. Während wir warteten, spielten wir da schöne Spiel: „Rate, was der Ersti da draußen wohl studiert.“ Stereotypen sind doch was Feines: de aufgedonnerte Tussi ist bestimmt BWLerin und der Grufti studiert bestimmt Skandi. Na, irgendwann wurden sie dann aber doch rein gelassen und nachdem wir unsere Schäfchen beisammen hatten und mit Ersti-Tüten versorgt hatten (die wir am Tag vorher mühsam gepackt hatten) ging es erstmal zur Kneipentour, die ersten Erstis desillusionieren: „nein, mit Powi kann man nicht auf Bundeskanzler studieren“ und „Statistik ist leider ein Pflichtkurs, auch wenn du von Mathe keinen peil hast.“ Das ging dann die nächsten Tage beim Erstifrühstück munter so weiter und ich kann nur sagen, man braucht wirklich Geduld, wenn man zum 10. Mal die Frage beantwortet: „Was ist denn ein Seminar?“ Die Sache wurde uns auch durch die Tatsache, dass es noch keine genehmigte Studienordnung für die neuen BA Studiengänge gibt, nicht gerade erleichtert.

Naja, Mittwochabend war ich dann jedenfalls total geschafft, und wie sich rausstellen sollte, nicht nur einfach wegen dem ganzen Stress.

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