Saturday, June 03, 2006

Bilinguale und sonstige Studienobjekte

So, gestern habe ich mich dann doch mal entschlossen, mich allmählich auf meine Fachmodulprüfung vorzubereiten und habe den Tag damit verbracht, in der Bibliothek auf unbequemen Stühlen zu sitzen und mir in den Kopf zu hämmern, was Bilinguale so von ihren Mitmenschen, die nur eine Sprache sprechen unterscheidet. Und was ist dabei raus gekommen? Nicht besonders viel muss ich sagen. Es gibt zwar massig Literatur zu dem Thema, das von „man darf Kinder um Gottes willen nicht zweisprachig erziehen, sonst sind sie für ihre Leben benachteiligt, weil sie keine der beiden Sprachen richtig lernen“ bis zu „wer seine Kinder nicht zweisprachig erzieht sollte erschossen werden“ reicht, aber so viel ich mitbekommen habe, hat man von seinem babylonischen Sprachenwirrwarr weder richtige Vor- noch Nachteile. Gut, ich spreche 2 Sprachen fließend, aber das war es dann auch schon. Und wenn ich als Kind dann eben etwas später korrekte Sätze formen kann, who cares? Was ich festgestellt habe ist aber, dass Linguisten anscheinend auch gerne experimentieren und mit Kindern ganz viele dämliche Spiele spielen, um eben diese Unterschiede herauszubekommen. Dummerweise scheint es aber, dass bei jeder Studie was anderes rauskommt. Mein Verdacht wäre ja, dass die Kids einfach cleverer sind als die lieben Forscher annehmen, und sie einfach nach Strich und Faden verarschen, weil sie das ganze lächerlich finden, aber man soll ja nichts Böses sagen. So werde ich eben zur Prüfung mit ganz vielen ganz intelligenten Theorien um mich werfen.

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